Digitale Reichweite: 7 Tipps für Marketing auf Instagram

Instagram Makler
Instagram Makler

Insgesamt 15 Millionen Deutsche nutzen regelmäßig Instagram. Ist es angesichts dieser Zahlen für Makler an der Zeit, die Plattform auch für Eigenmarketing zu nutzen? Wir meinen ja und haben 7 Tipps für den erfolgreichen Umgang mit dem sozialen Medium aufgearbeitet.

Instagram ist eine Plattform, auf der Nutzer vorrangig Bilder und kurze Videos präsentieren. Diese werden in der Regel mit wenigen Sätzen Text und Hashtags begleitet. Auf einer Startseite werden die Beiträge der abonnierten Kanäle angezeigt. Im persönlichen Bereich befindet sich eine Chronik der eigenen Posts sowie eine Chronik von Beiträgen, in denen der Nutzer markiert wurde. Zusätzlich gibt es Stories und Live-Übertragungen, die Momentaufnahmen der User zeigen.

Instagram auf dem Durchmarsch

Was wie eine nette Spielerei klingt, ist längst einer der ganz großen Player der Branche. Marken, Unternehmen und Publisher generierten im Vorjahr weltweit 65,7 Milliarden Interaktionen auf den Plattformen Facebook, Instagram und Twitter. Davon fielen sage und schreibe 68 Prozent auf Instagram allein. In Deutschland verlaufen die Entwicklungen analog.

Großes Vermarktungspotenzial

Neben der schieren Masse an Nutzern, gibt es weitere gute Argumente für Vermittler, Instagram als Plattform für sich und ihre Kunden zu entdecken: Ein gut gepflegter Kanal kann Vermittleranfragen generieren, berichtet Neuigkeiten sofort bequem von unterwegs und zeigt den Menschen, der hinter einer seriösen Geschäftspräsenz steckt. Wer diese Möglichkeiten liegen lässt, versäumt unter Umständen lukratives Marketingpotential.

Insta-Knigge

Auch wenn Instagram viele Arbeitsschritte wie die Suchmaschinen-Pflege abnimmt, die bei anderen Content-Marketing-Plattformen Handarbeit sind: Der Aufbau eines seriösen Profils ist mit Arbeit verbunden. Zumindest gibt es einige Regeln des guten Umgangs. Beachten Nutzer diese nicht, drohen Spott und Häme. Im besten Fall finden unprofessionelle Profile dann bloß keine Beachtung. Um das zu vermeiden, haben wir speziell für Instagram-Kanäle von Vermittlern die folgenden 7 Tipps aufgestellt:

1) Ästhetik

Wie eingangs erwähnt, liegt der Fokus bei Instagram auf dem Visuellen. Hochgeladene Bilder in hoher Qualität, finden mehr Beachtung als verpixelte und verwackelte Fotos. Die meisten modernen Smartphone-Kameras besitzen bereits eine sehr gute Auflösung. Wer überhaupt keine Erfahrung mitbringt, kann in einführenden Fotografie-Tutorials bereits grundlegende Regeln über Belichtung, Perspektive oder Linienführung lernen.

2) Authentizität

Ansprechende Bilder sind hervorragend, aber vermeiden Sie zu viele Filter und Bearbeitungsschritte. Vermittler möchten sich ihren Kunden nahe und menschlich präsentieren. Kleinere Schönheitsfehler gehören dazu. Darüber hinaus muss jeder seinen eigenen Stil finden: Vielleicht passt ein Vintage-Design bei Autoversicherungen, bei einem Vorsorgethema ist es sicher ein deplatziertes Genre.

3) Transparenz

Die Besonderheit an Social-Media-Kanälen, in Abgrenzung zu anderen Geschäftspräsenzen, ist die zwischenmenschliche Ansprache. Auf Instagram haben Kunden die exklusive Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen. Haben Sie ein hochwertiges Video auf ihrer Firmenseite? Auf Instagram können Sie zeigen, wie es produziert wurde. Haben Sie eine große Veranstaltung ausgerichtet? Auf Instagram bekommen ihre Follower Einblick in die ganze Arbeit, die Sie investiert haben.

Auch der Kaffee am nächsten Morgen darf Mal gepostet werden, aber bitte nicht die Timeline jeden Tag mit Alltäglichem fluten. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, auch was die Grenze zwischen Vermittlerin Mustermann und Privatperson Erika angeht.

4) Konstanz

Für die Anzahl und das Interesse der Follower ist es förderlich, regelmäßig zu posten. Am besten möglichst zu einer festen Uhrzeit. Diesbezüglich können kleine thematische Serien entstehen. Zum Beispiel: Jeden Mittwochmorgen erscheint Ihr Vorsorge-Tipp der Woche. Auf diese Weise kreieren Sie im besten Fall sogar eigene Hashtags mit Wiedererkennungswert.

Generell sind konstante, gut durchdachte Hashtags förderlich. Ihre Kunden finden so Beiträge leichter wieder und neue Interessenten stoßen bei ihrer Suche eher auf Sie. Vor allem dann, wenn Sie Experte für ein Nischenthema sind. Und da Sie regelmäßig posten, werden dann auch bei allgemeineren Themen wie Risikovorsorge, ihre Beiträge weiter nach oben gespült. Hier finden Sie eine Anleitung zur Auswahl passender Hashtags.

5) Interaktion

Instagram ist keine reine Publikationsplattform. Das „Sozial“ in Social Media steht für die Interaktion verschiedener Akteure. Nach einem Posting ist es wichtig, dass der Makler sich auch eine Zeit am Tag freihält, um auf Reaktionen wieder zu reagieren. Ein anderes Beispiel kann eine regelmäßige Fragestunde sein: „Was wollten Sie schon immer über Risikolebensversicherungen wissen?“. Die Fragen müssen im Anschluss aber auch zeitnah beantwortet werden.

Interaktion findet sich überdies auch in Fotos. Posten Sie Bilder eines erfolgreichen Kundenevents, verlinken Sie Ihre Partner und Kunden. Die Verlinkten fühlen sich in der Regel besonders angesprochen und teilen dann vielleicht sogar den Beitrag. So entstehen wichtiger Traffic und Sie bauen Reichweite und Kundenbindung aus.

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6) Rechtmäßigkeit

Aber Vorsicht, stellen Sie immer sicher, dass Fotografierte auch mit der Veröffentlichung einverstanden sind. Besonders dann, wenn diese klar im Fokus des Bildes stehen und deutlich erkennbar sind. Hier finden Sie eine Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen zum Fotografieren und Einwilligungen zur Veröffentlichung in Zeiten von DSGVO.

7) Kompetenz

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Profile bei Instagram auch einen prahlerischen Charakter haben. Es geht aber nicht darum, die Realität völlig zu verzerren, sondern vielmehr um das Herausstellen der eigenen Kompetenzen. Zeigen Sie selbstbewusst, was sie können: Erfolgreiche Abschlüsse, Preise und Auszeichnungen, Weiterbildungen, Zertifikate, Hintergrundinformationen zu Nischenthemen, spezielle Angebote – warum auch nicht?

Auf diese Weise erfahren Kunden und Partner von Ihren Stärken und Erfolgen. Obendrein heben Sie sich von der Konkurrenz ab, ohne diese anzugreifen. Insgesamt sind harte Fakten immer interessanter und aussagekräftiger als sogenannte weiche Inhalte. Follower reagieren eher auf eine interessante Statistik als auf einen Schnappschuss ihres Mittagessens. Auf die richtige Mischung kommt es an.

Das richtige Medium für die Zielgruppe

Ob Sie sich am Ende für oder gegen Instagram als Marketing-Plattform entscheiden, hat sicher auch viel damit zu tun, ob Sie sich mit dem Medium wohl fühlen. Ein Profil mit ästhetischen, aussagekräftigen Inhalten, das regelmäßig gepflegt wird und interessante Fakten mit der richtigen Dosis weicher Behind-the-Scene-Inhalte verknüpft, ist sicher ein Zugewinn für die Kundenbindung. Dieses können Sie darüber hinaus mit anderen Geschäftspräsenzen verknüpfen und so verschiedene Zugänge und Ansprachen für die gleichen Themen ausprobieren.

Aber am Ende bleibt Instagram ein Medium, bei dem das Bild im Vordergrund steht, getreu dem Motto: „Show, don’t tell!“ (Zeigen, nicht erzählen!). Darüber hinaus tummeln sich insbesondere die jüngeren Generationen auf der Plattform. Ist Ihre Zielgruppe nachweislich nicht auf Instagram vertreten oder erhalten Sie vielfach die Rückmeldung, dass Ihre Kunden sich nicht angesprochen fühlen, empfiehlt sich vielleicht auch eher ein anderes Medium. Im Zweifelsfall geht probieren über studieren.

Titelbild: © Kal Visuals/ Unsplash

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