LinkedIn Ads: Der Guide für Einsteiger

LinkedIn Ads der Guide für Einsteiger
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Unterhaltung und Entertainment ist schön und gut, aber jetzt geht‘s ums Geschäft. LinkedIn gilt als Business-Netzwerk, das sich von anderen sozialen Medien abhebt. Mittlerweile setzen mehr als 630 Millionen Fach- und Führungskräfte auf LinkedIn. Doch was unterscheidet LinkedIn von Facebook, Twitter und Co.?

LinkedIn ist ein webbasiertes soziales Netzwerk zur Pflege bestehender Geschäftskontakte und zum Knüpfen von neuen geschäftlichen Verbindungen. Mit registrierten Nutzern in mehr als 200 Ländern (Stand: Januar 2018) gehört die Plattform damit zu den 50 meistaufgerufenen Websites. Im deutschsprachigen Raum zählt das Unternehmen laut eigenen Angaben über elf Millionen Mitglieder.

Und anders als bei Facebook, Instagram und Co. bietet LinkedIn ein ausschließlich professionelles Business-Umfeld für Ihre Werbekampagnen an. Unternehmensbotschaften und relevante Themen gehen hier garantiert nicht zwischen Partybildern und Katzen-Content unter.

LinkedIn Ads: Auf den Punkt gebracht

Ein Vorteil LinkedIns sind die sehr detaillierten Datensätze der angemeldeten Nutzer. Sie pflegen akribisch ihre berufliche Vita ein, einschließlich Angaben zu Arbeitsverhältnissen, durchlaufenen Positionen, dem Karrierestatus, Arbeitgebern und Branchen. Weil jeder Werbetreibende von aktuellen, akkuraten und vor allem umfangreichen Daten profitiert, lohnt sich eine Auseinandersetzung mit LinkedIn Ads. Denn so lassen sich Zielgruppen wesentlich genauer anlegen und targeten.

Sowohl der Preis wie auch die Ziele (Leads, Brand Awareness, Event-Anmeldungen) lassen sich leicht einstellen. Es besteht die Wahl zwischen Massen- und individuellen Nachrichten, die sich einfach auf mobile Endgeräte wie Tablets, Smartphones oder herkömmliche Desktop-Versionen zuschneiden.

LinkedIn Ads werden über Auktionen verkauft, wobei Werbetreibende gegen andere Inserenten, die dieselbe Zielgruppe erreichen möchten, bieten. Das Prinzip ist von den GoogleAds bekannt. Dabei gibt es die Wahl zwischen CPC (Kosten pro Klick) und CPM (Kosten per 1.000 Impressions) oder sogenannten Sponsored InMails. Hier wird lediglich bei der unmittelbaren Zustellung einer Nachricht gezahlt.

Eine Grundlage schaffen

Ein Haus steht nicht sicher ohne Fundament. Ebenso funktionieren Werbemaßnahmen nicht ohne die richtige Grundlage. Bei LinkedIn ist es das Kampagnen-Manager Konto.

Eine solches Konto ist Grundvoraussetzung, um Anzeigen als Sponsored Content und Sponsored InMails zu nutzen. Außerdem kann es die Ergebnisse der Gebote verbessern, denn der LinkedIn Relevanzwert belohnt User, die regelmäßig Content mit hohen Klickzahlen und vielen Reaktionen veröffentlichen.

Konto im Kampagnen-Manager erstellen

Der Kampagnen-Manager ist die zentrale Werbeplattform von LinkedIn. Von hier aus können Sie Werbekonten einrichten, Kampagnen erstellen und Ihr Budget steuern.

Das Erstellen ist dabei sehr einfach. Entweder Sie rufen den Kampagnenmanager auf: https://www.linkedin.com/ads auf. Oder Sie klicken auf der LinkedIn Startseite oben rechts unter „Apps“ das Icon „Werben“ an.

Nun legen Sie Ihren Werbe-Account Namen und die gewünschte Währung fest. Anschließend ordnen Sie diesen Account optional einer LinkedIn Unternehmensseite zu. Nun einfach auf „Konto erstellen“ klicken und Sie werden zur Startseite des Kampagnen-Managers weitergeleitet. Nun kann Ihre Werbekampagne Gestalt annehmen.

Schritt für Schritt Anleitung: LinkedIn Kampagne erstellen

1.) Beim Kampagnen-Manager einloggen
2.) Kampagnenziel auswählen

Das Ziel einer jeden Kampagne ist die Reaktion, die die Zielgruppe ausführen soll, nachdem sie die Anzeige gesehen hat. Bei den LinkedIn Ads können User zwischen drei Kampagnen-Kategorien wählen:

Awareness:  Zielt auf Impressions ab, um in erster Linie die Wahrnehmung der Marke zu stärken. (Brand Awareness)
Consideration:  Zielt auf vermehrte Aktivität der Kunden und Klicks ab, mit denen die Zielgruppe zu einer Landingpage geführt wird. Und auf mehr Engagement, etwa Reaktionen und Anzeigenaufrufe. (Website Visits, Engagement, Video Views)
Conversions:  Ziel ist die Lead-Generierung. Der Vorteil: Der User kann alle Aktionen auf der gewünschten Webseite (Downloads, gewonnene Leads) nachverfolgen. (Lead generation, Website conversions, Job application)

3.) Zielgruppe definieren

Die Zielgruppe lässt sich leicht anhand berufsbezogener Merkmale wie Jobbezeichnung, Firmenname, Branche, Standort , Sprache, Ausbildung, Berufserfahrung oder Interessen eingrenzen. Weiterhin besteht die Option „Matched Audience“. Dabei kommen die eigenen Daten beim Retargeting, Kontakt-Targeting und Account-Targeting zum Einsatz. Soll heißen: Das Programm berechnet anhand der eigenen Daten eine passende Zielgruppe.

4.) Anzeigenformat auswählen

Je nach ausgewähltem Ziel und Zielgruppe lässt sich aus verschiedenen Sponsored Content-Formaten wählen:

5.) Gebot und Budget festlegen

Da LinkedIn Ads über Auktionen verkauft werden, schlägt der Kampagnen-Manager nun eine Gebotsspanne vor, die auf aktuell konkurrierenden Geboten von anderen Werbekunden für Ihre Zielgruppe basiert.

6.) Anzeigenentwurf fertigstellen

Wenn Sie Sponsored Content oder Text Ads erstellen, zeigt Ihnen der Kampagnen-Manager anhand einer Vorschau, wie diese in verschiedenen Größen und Umgebungen aussehen. So können Sie testen, wie Ihre Anzeigen wirken. Bei Sponsored InMails können Sie sich optional auch eine Testnachricht schicken.

7.) Rechnungsinformationen angeben

Jetzt bleibt nur noch die Zahlungsdaten zu hinterlegen. Anschließend wird zur Vorschau der Werbekampagne weitergeleitet, wo letzte Änderungen vorgenommen werden können.

Achtung! Richtlinien

Werbeanzeigen, die nicht der Richtlinien von LinkedIn entsprechen, werden von der Seite gelöscht, und Inserenten werden eventuell von zukünftiger Werbung auf LinkedIn ausgeschlossen. Die nachfolgenden LinkedIn Ads Richtlinien stellen eine Zusammenfassung der Richtlinien für Werbung auf LinkedIn dar. Bei LinkedIn gibt es durchaus interessante Einschränkungen:

  • So ist die Werbung für herunterladbare Klingeltöne unzulässig.
  • Die Werbung für Wahrsagerei, Traumdeutung und persönliche Horoskope ist unzulässig, es sei denn, die Betonung liegt auf Unterhaltung anstatt ernster Auslegung.
  • Werbung für den Kauf oder Verkauf oder dem generellen Handel mit Kryptowährungen ist unzulässig.

Titelbild: © Halfpoint/ stock.adobe.com

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