Jobs am Limit: Der Dachdecker und das große Risiko

Jobs am Limit: Der Dachdecker und das große Risiko
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Hamburg, September 2019. In der Hafencity stürzte ein Dachdecker durch die Glaskuppel im siebten Stock eines Gebäudes. Wie das Hamburger Abendblatt berichtete, fiel der Mann drei Meter tief und landete schwerverletzt im Krankenhaus. Ein Zeichen dafür, wie riskant Dachdecker mitunter leben. Aber wie sieht der Job wirklich aus?

Dachdecker in Zahlen

Die Zahlen zuerst. Laut der Studie „Beschäftigungssituation Älterer im Dachdeckergewerbe“ des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) sank die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Dachdeckerhandwerk zwischen 1995 und 2008 von über 58.000 auf ein wenig mehr als 44.000. Der „Statistik zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland“ zufolge arbeiten zum Stichtag 31. Dezember 2018 genau 50.443 Personen in Berufen der Dachdeckerei. Die überwältigende Mehrheit ist männlich. Die meisten in der Dachdeckerei beschäftigten Personen sind zwischen 25 und 55 Jahre alt (34.523 Personen). Insgesamt lassen sich I6.363 junge Menschen im Dachdeckergewerbe ausbilden.

Wie sieht die Ausbildung aus?

Junge Menschen starten durch eine Dachdecker-Ausbildung in das Handwerk. Hierfür sind generell drei Jahre vorgesehen. Mit einem Realschulabschluss, einem Abitur oder einer Berufsausbildung verringert sich die Ausbildungszeit auf zwei Jahre. Wie in vielen anderen Ausbildungsberufen auch wartet am Ende eine Prüfung auf die Lehrlinge. Wie Dachdecker dein Beruf berichtet, gibt es jährlich 2.300 neue Lehrstellen. Während der Ausbildung wächst das Gehalt von 650 Euro auf 1050 Euro monatlich, je nach Lehrjahr. Danach bestimmen Tarife das Gehalt. Die von IG BAU festgelegte Untergrenze des Gehalts im dritten Jahr nach der Ausbildung beläuft sich auf 3058 Euro brutto.

Enormes Risiko auf dem Dach

Dachdecker leben riskant. Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zählen Ausbauberufe, zu denen auch der Dachdecker gehört, zu den zehn unfallträchtigsten Berufen für Männer. Die Welt setzt den Dachdecker gar auf den zweiten Platz der 50 gefährlichsten Berufe weltweit. Im Jahr 2014 hatten Ausbauberufe 49.577 Arbeitsunfälle zu vermelden. Als besonders gefährlich stuft Simplified Safety die Dachstabilität und die Leitersicherheit ein. Auch das Wetter, etwa bei Schnee oder starkem Wind, kann Dachdecker gefährden.

DELA hilft aus

Für Dachdecker bleibt darum der Gedanke an eine Absicherung nicht aus. Die DELA bietet eine Risikolebensversicherung an, deren Beiträge und Leistungsumfang je nach Situation des Kunden variieren kann. Für jeden Kunden wird eine individuelle Risikoprüfung durchgeführt. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der DELA. Und interessierte Vermittler können in den Webinaren zum Thema Risikoleben mehr erfahren.

Titelbild: © JenkoAtaman / Fotolia.com

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