Die skurrilsten letzten Wünsche: Abgang mit Stil!

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Nicht jeder findet, dass die Beerdigung ein Trauerspiel sein muss. Ganz im Gegenteil: Der irische Armee-Veteran Shay Bradley hat sich bei seiner eigenen Beisetzung sogar einen Scherz erlaubt! Er wollte nach seinem Tod so viele Menschen wie möglich zum Lachen bringen, indem er noch zu Lebzeiten eine Sprachnachricht aufzeichnete. Diese ließ er abspielen, als der Sarg in den Boden gelassen wurde. Daraufhin ertönt wildes Klopfen und die Stimme auf der Aufnahme fragt: „Wo zur Hölle bin ich?“ Anschließend folgt ein lustiger Monolog samt Gesangseinlage, tosendes Gelächter der Trauergäste. Nicht nur der irische Armee-Veteran ist anlässlich seiner Beerdigung kreativ geworden. Die skurrilsten letzten Wünsche, die jemals erfüllt wurden:

Roger Cicero: Die Stimme des Verstorbenen auf der Trauerfeier

Roger Cicero ist tot – diese Nachricht traf Freunde, Familie und Fans im Frühjahr 2016 überraschend. Denn der Jazzsänger starb bereits mit 45 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Rund 570 Gäste nahmen an der Beerdigung in Hamburg teil. Zum Abschluss der Trauerfeier erklang die Stimme des Sängers selbst mit dem passenden Lied: „Ich hätt‘ so gern noch Tschüss gesagt“. In diesem Moment sprach der Sänger wohl vielen Anwesenden aus der Seele.

Die Asche David Bowies ruht auf Bali

Am 10. Januar 2016 starb David Bowie in New York City an Leberkrebs. So exzentrisch der Musiker zu Lebzeiten auch war, um seine Beerdigung wollte er kein großes Aufsehen erregen. So äscherte man ihn er auf eigenen Wunsch hin ganz ohne Familie und ohne Trauerfeier ein. In seinem Testament verfügte er darüber, seine Asche nach der Feuerbestattung auf der indonesischen Insel Bali zu verteilen. Dort hatte er einige Zeit gelebt. Die Bestattung fand somit nach buddhistischem Ritus im privaten Kreis statt. Dennoch haben tausende Fans weltweit ihrem Idol auf Gedenkveranstaltungen gedacht. So versammelten sich hunderte Berliner wenige Tage nach Bowies Tod in den legendären Hansa-Studios. Dort hatte er 1977 sein weltbekanntes Album „Heroes“ aufgenommen.

Totenasche erweckt Comic zum Leben

Mark Gruenwald hatte einen angeborenen Herzfehler und starb 1996 mit 43 Jahren an einem Herzinfarkt. Der Schöpfer von „Captain America“ hatte sein Leben den Comics gewidmet. Sein persönliches Lieblingswerk war seine zwölfteilige Miniserie „Squadron Supreme“. Nach seinem Tod legte Marvel die Serie nochmal neu auf. Der US-amerikanische Comicverlag mischte der Druckerfarbe wunschgemäß Gruenwalds Asche bei . Wahrlich einer der skurrilsten letzten Wünsche: „Er ist wirklich eins geworden mit der Geschichte.“ Treffender hätte seine Witwe diese besondere Art der Verewigung im Vorwort nicht formulieren können.

Auf ewig in der Pringles-Dose

Auch Frederic Baur wollte mit seinem Lebenswerk verbunden bleiben. Der Chemiker und Verpackungstechniker hatte sich 1970 die „Pringles“-Verpackung patentieren lassen. Vor allem auf die Methode, die Chips möglichst effizient in die Dose zu bekommen, war er stolz. Als logische Konsequenz daraus wünschte er sich nach seinem Tod eine Feuerbestattung und in einer „Pringles“-Dose beerdigt zu werden. Das vertraute er seiner Familie bereits in den 80er Jahren an. Diesem skurrilen letzten Wunsch kamen seine Angehörigen bei seiner Beisetzung im Mai 2008 nach. Bei der Wahl der Geschmacksrichtung war Sohn Larry schnell klar: „Wir brauchen das Original.“ Und so kam es, dass die Familie einen Teil der Asche von Fred Baur in einer roten „Pringles“-Dose in der Erde versenkte. Der Rest seiner Asche befindet sich in einer normalen Urne neben der Chips-Dose, eine weitere Urne bekam einer seiner Enkel.

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Titelbild: © tawatchai1990 / stock.adobe.com

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