Zurück im Büro: Gönnt Euch mal ´ne Pause

Buero

Aus dem Homeoffice kennen wir es alle: Der Rücken ächzt, die Schulter quietscht und der Nacken ist so verspannt, dass er den Kopf gleich mitschmerzen lässt. Und auch Studien beweisen: Wer im Homeoffice arbeitet, leidet häufig unter physischen Problemen. Um dem entgegenzuwirken bewährten sich während der Heimarbeitsphase nützliche Tipps zu körperlicher und auch mentaler Gesundheit. Wir zeigen, warum es diese auch zurück im Büro beizubehalten gilt.

Zurück im Büro-Trott

Nach mehreren Wochen im Homeoffice gibt es Grund zur Freude, zurück im Büro zu sein: Kollegen treffen sich persönlich wieder, tauschen sich aus und auch der Bürostuhl ist deutlich gemütlicher als der Küchenhocker. Also warum so schnell aus eben diesem wieder aufstehen? Nach dem ersten Gang zur Kaffeemaschine werden Mails bearbeitet, Telefonate geführt und Formulare ausgefüllt. Kaum fünf Stunden später erinnert der Magen, dass es langsam doch Zeit fürs Mittagessen wäre. Daran, dass das Wasserglas schon seit längerer Zeit leer ist, die Augen den Bildschirm ohne zu blinzeln nicht außer Acht gelassen haben und der Rücken immer krummer wurde, hat der Körper einen nicht erinnert. Noch nicht.

Denn Langzeitschäden sind absehbar. Bereits in den 50er Jahren verglich eine Studie Busfahrer und Schaffner der Stadt London. Sie ermittelte, dass bei den Busfahrern – die deutlich mehr sitzen, als Ihre Kollegen in Bewegung – das Herzinfarktrisiko doppelt so hoch ist. Erhebungen der Loughborough Universität und Leicester stellten ebenfalls fest, dass Menschen mit sitzenden Tätigkeiten deutlich häufiger an Herz-Kreislauferkrankungen leiden. Und das bereits im Jahr 2011. Seitdem ist die Zahl der Schreibtischjobs noch gestiegen. Das Unternehmen Bitcom geht davon aus, dass inzwischen etwa jeder Zweite vor dem PC arbeitet. Zahlen, die für mehr Bewegung plädieren.

Bewegung auf Raten

Doch wie sah es nun im Homeoffice aus? Informationen der FAZ zufolge stieg der Umsatz deutscher Sportartikelhersteller bei Geräten wie Hanteln oder Matten im Vorjahresvergleich für den Monat April um 300 Prozent an. Sportelte demnach ganz Deutschland rund um die Uhr? Wohl nicht. Eine Studie der Avantgarde Experts, zur Homeoffice-Zeit während Corona zeigt vergleichsweise, dass beinahe ein Drittel der Befragten unter körperlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit litten. Also physisch nicht so fit waren, wie es die Umsätze der Fitnessbranche vermuten lassen. Dennoch zählt ja bekanntlich der Wille. Dieser sollte nun auch im Büro nicht verloren gehen.

Die Gesundheitsdevise lautet daher: Bewegung. Sowohl für die Augen, denen es ab und an mal eine Pause vom Bildschirm zu gönnen gilt, als auch für den Körper. Und hier ist nicht die Rede vom Gang in die Kaffeeküche oder zum Drucker. Wer bereits mit dem Fahrrad statt der Bahn ins Büro kommt, spart sich nicht nur die Maske auf dem Arbeitsweg, sondern hat frische Luft und eine gelenkschonende Bewegung. Wer seinen Kreislauf auch tagsüber auf Trapp bringen will, könnte beispielsweise jede Stunde zehn Kniebeugen machen. Oder sich nach jeder zehnten bearbeiteten E-Mail ein neues Glas Wasser holen. Ein weiterer Tipp: nicht den Drucker vor der Türe benutzen sondern am Ende des Gangs. Kleinigkeiten summieren sich so zu einem aktiveren und vor allem gesünderen Tagesablauf.

Tik Tok mal anders

Wer es trotz gutem Willen doch nicht schafft sich von E-Mails und Telefon loszureißen, dem helfen Tools und Gadgets als Gedächtnisstütze. Beispielsweise das Open-Source-Tool namens Stretchly. Die Software fungiert als Timer und erinnert – wie der Name schon verrät – regelmäßig an kurze Pausen, um sich zu stretchen. Wem das zu technisch ist, für den tut es selbstverständlich auch die Eieruhr. Wer hier noch den Spaßfaktor vermisst, wie wäre es beispielweise mit einem Miniatur-Basketballkorb über dem Papierkorb. Die Trefferquote ist nicht gut? Wunderbar! Denn das Bücken, um die Papierknöllchen zu beseitigen ist ein weiterer Punkt auf dem Bewegungskonto.

Titelbild: ©New Africa/stock.adobe.com

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