History Facts: Die älteste Bestattung

Erste Bestattung

In unseren History Facts stellten wir bereits fest, dass das älteste Grab Deutschlands etwa um 6.400 vor Christus entstand. Aus dem alten Ägypten sind zudem die Bestattungen in den Pyramiden bekannt. Doch waren sie auch die ersten? Wie weit reicht die Kultur der Beerdigung weltweit tatsächlich zurück? Wir betrachten verschiedene Kulturen und deren erste Bestattungen.

Ägypten als Vorreiter?

Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurden im Oktober 2019 erstmals wieder Sarkophage in Luxor, Ägypten gefunden. Laut Berichten des Spiegel stammen die 30 Holzsärge Archäologen zufolge etwa aus der 22. Dynastie. Somit wäre sie bereits 3.000 Jahre alt. Die Leichen im Inneren sind noch immer gut erhalten. Denn die Ägypter verstanden ihr Bestatter-Handwerk schon früh. Sie praktizierten die Mumifizierung sowie Bestattungen in den Pyramiden bereits 2.400 vor Christus.

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Hockend ins Jenseits

Noch älter als die Gräber im alten Ägypten sind sogenannte Hockengräber. Mit einer Datierung auf etwa 50.000 vor Christus sind sie die bisher ältesten bekannten Gräber. Bestattet wurden die Toten darin laut ARD in einer seitlichen Embryo-Stellung. Ob dies aus Platz- oder Glaubensgründen an eine mögliche Wiedergeburt geschah, bleibt ein Rätsel.

Ewige Ruhe im Norden

Hünengräber, auch bekannt als Großsteingräber liegen größtenteils in Norddeutschland und stammen Forschungen nach bereits aus der späten Jungsteinzeit. Gerade, als der Steinzeitmensch begann sesshaft zu werden. Da Wissenschaftler allerdings nie ganze Skelette unter den Bauten fanden, bezeichnen sie diese heute lieber etwas vorsichtiger als Dolmen (bretonisch für Steintisch).

Auch, wenn sich die Forscher nicht sicher sind, ob es sich tatsächlich um Grabstätten handelt, eine spirituelle Gedenkstätte sollen sie allemal gewesen sein. Claus von Carnap-Bornheim vom Archäologischen Landesmuseum Schloss Gottorf mutmaßt gegenüber dem NDR, dass sich die Menschen zu dieser Zeit möglicherweise den Göttern zu einem Denkmal verpflichtet fühlten. Ihren Namen verdanken die Großsteinanlagen ihrer enormen Größe. Nur Hünen – also überdurchschnittlich große, kräftige Menschen – wären in der Lage gewesen, die Bauten zu errichten.

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Titelbild: ©photoslr/stock.adobe.com

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