Traumhafte Nächte: Diese Methoden führen zum Klartraum

Der Weg zum Klartraum
Traumhafte Nächte: Der Weg zum Klartraum

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m vorherigen Beitrag unserer Reihe Rund um das Thema Träume drehte sich alles um Klarträume und welche Wirkung sie auf den Menschen haben können. Aber wie funktioniert das luzide Träumen? Was kann ein normaler Mensch tun, um zum Oneironauten zu werden? Manche Menschen hatten bereits einen oder sogar mehrere Klarträume und sind sich dessen lediglich nicht bewusst. Laut dem Wissensmagazin Geo haben Kinder und Jugendliche die größte Wahrscheinlichkeit, ohne Anstrengungen einen Klartraum zu haben. 50 Prozent der Befragten einer Studie im Alter von sechs bis 19 Jahren gaben an, bereits einen luziden Traum erlebt zu haben – manche von ihnen sogar regelmäßig. Wer diese Erfahrung noch nicht gemacht hat und die Faszination des luziden Träumens selbst spüren möchte, kann diese Tipps befolgen:

Traumtagebuch schreiben

Zunächst ist es wichtig, mehr über sich und seine Träume zu erfahren. Außerdem sollte die Fähigkeit, sich an Träume zu erinnern, ausgebaut werden. Denn einen Klartraum zu haben bring wenig, wenn er schnell wieder vergessen ist. Ein Traumtagebuch ist daher die ideale Lösung. Sich mit seinen Träumen auseinanderzusetzen, verschafft nicht nur mehr Erkenntnisse über häufige Traummotive und die eigene Psyche, sondern teilt dem Gehirn mit: Träume sind relevante Informationen, die nicht direkt nach dem Aufwachen gelöscht werden sollten. Nach einiger Zeit werden die Tagebuchführer feststellen, dass sie sich immer detaillierter an ihre nächtlichen Abenteuer erinnern können.

Realitätschecks durchführen

Um aus einem Trübtraum einen Klartraum zu machen, ist es wichtig, das kritische Denkvermögen des Gehirns anzukurbeln. Hierbei helfen sogenannte „Reality-Checks“. Angehende Oneironatuen sollten sich daher im Laufe des Tages immer mal wieder fragen: „Bin ich wirklich wach oder träume ich gerade?“. Diese Frage scheint zunächst unsinnig, denn wer wach ist, ist sich dieses Zustands meist bewusst. Allerdings werden Aktionen, die am Tag häufig durchgeführt werden, irgendwann auch in die Traumwelt übernommen. In vielen Fällen reicht es dann bereits aus, sich im Traum diese Frage zu stellen und seine Umgebung kritisch zu beobachten, um festzustellen, dass es sich gerade nicht um die Realität handelt.

Motivierte Personen können sogar noch einen Schritt weiter gehen und die kritischen Fragen mit einer Handlung ergänzen. Besonders beliebte Realitätstests sind das Zählen der Finger oder das genau Betrachten von Uhren oder Texten. Im Traum sind sechs Finger oder verschwommene Buchseiten nichts Unübliches. Die Süddeutsche Zeitung schlägt vor, zu versuchen, durch den geschlossenen Mund oder die Nase einzuatmen. Während das im Alltag natürlich unmöglich ist, kann so im Schlaf aus einem Trübtraum ein Klartraum werden.

Autosuggestion probieren

Es klingt zu simpel, um wahr zu sein: Sich einfach fest vorzunehmen, einen Klartraum zu haben, kann tatsächlich schon zum Ziel führen. Hierfür einfach tagsüber und vor allem kurz vor dem Einschlafen immer wieder vorsagen: „Ich werde einen Klartraum haben. Ich werde erkennen, dass ich mich in einem Traum befinde“. Vor allem in Kombination mit den anderen Methoden kann Autosuggestion die Chancen auf einen luziden Traum deutlich erhöhen.

Wie schnell diese verschiedenen Methoden funktionieren, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche erzielen bereits nach einigen Einträgen in ihr Traumtagebuch erste Erfolge, bei anderen dauert es Wochen. Wer sich besonders stark für das Thema interessiert oder noch weitere Techniken im Detail kennenlernen will, kann sich in Klartraumforen mit anderen Oneironauten austauschen. Eine Garantie dafür, dass es auf jeden Fall klappen wird, gibt es jedoch nicht. Diese Zeit ist allerdings keinesfalls verschwendet, denn Träumer können hierdurch viel über sich und ihre nächtlichen Fantasien lernen.

Ob zum Spaß, der Erfahrung wegen oder um die nächtlichen Ruhephasen zu seinem Vorteil zu nutzen: Klarträumen ist eine Erfahrung wert. Und wer weiß, vielleicht reicht das Lesen dieses Beitrags ja bereits aus, um heute Nacht zum Oneironatuen zu werden.

 

Titelbild: ©kegfire/stock.Adobe.com

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