Zwischen Faszination und Risiko: Die Leidenschaft zum Reitsport

Gefaehrliches Hobby Reiten

Sonntagmorgen, 6.30 Uhr, die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg und werfen Schatten in die weit geöffnete Stallgasse. Der Geruch von frischem Heu und gemähtem Gras. Das gemächliche Kauen und zufriedene Schnauben der Pferde. Einatmen, ausatmen und die Sorgen der Woche sind vergessen. Im Einklang mit Tier und Natur gibt es für einen Reiter wohl nichts Schöneres als auf dem Rücken seines Pferdes in den Tag zu starten. Wir werfen einen Blick auf die Faszination Reitsport und welche Risiken im Umgang mit dem Partner Pferd einhergehen.

Reitsport in Zahlen

Egal ob Sportpferd oder Freizeitpartner, die Haltung von Pferden ist in nahezu keinem anderen Land so populär wie in Deutschland. Nicht umsonst gibt es in jedem Bundesland eine große Auswahl unterschiedlicher Reitvereine, Pensionsställe und Reitsportanlagen. Deutschland zählt zu den größten und wichtigsten Pferdezuchtstätten der Welt. Schätzungen zufolge gehen rund 1,2 Millionen Deutsche regelmäßig dem Reitsport nach. Außerdem gibt es in Deutschland etwa 600.000 Haushalte mit Pferdebesitz sowie 920.000 Haushalte mit einer Reitbeteiligung.

Reitsport in Zahlen

Mehr als nur ein Hobby

Das Pferd als Partner für Sport und Freizeit versinnbildlicht dabei viel mehr als nur ein Sportgerät oder Mittel zum Zweck. Es geht um die Liebe zum Tier und die Arbeit im Einklang mit dem Vierbeiner. Durch feine, fast unsichtbare Hilfen mit einem starken, 600 bis 800 Kilo schweren Tier in Harmonie zusammenarbeiten? Was für Nichtreiter unvorstellbar ist, macht für Pferdemenschen die Faszination am Reitsport aus.

Risikofaktor Fluchttier

Genau hierin steckt auch der größte Risikofaktor: Pferde sind Fluchttiere und erschrecken leicht. Daniel Jokisch, Geschäftsführer von Reiter&Ross und Spezialist im Bereich „Versicherungen für Reiter, Pferde und Pferdeberufe“ bestätigt:

99 Mal reagiert das Pferd wie erwartet und beim 100. Mal komplett anders. Das trifft den Reiter unvorbereitet und kann zu Stürzen mit katastrophalen Folgen führen. Deshalb herrscht gerade hier ein erhöhtes Beratungspotenzial.”

Jährlich verunglücken etwa 93.000 Menschen aufgrund eines Reitunfalls. Damit stellt Reiten circa sechs Prozent der insgesamt 1,46 Millionen Sportunfälle in Deutschland dar. Auf der Liste der gefährlichsten Sportarten nimmt der Reitsport dadurch zwar nur einen mittleren Platz ein – bei Frauen ist er jedoch aufgrund seiner Beliebtheit die Sportart mit den meisten Unfallopfern. Ein Fußball, ein Tennisschläger oder ein Basketball sind Instrumente, die wir jederzeit kontrollieren können. Das Pferd ist ein eigenständiges Lebewesen, von dessen Gunst der Reiter zu 100 Prozent abhängig ist.

“Diese Masse geballter Kraft kann Schäden an Sachgegenständen und im schlimmsten Falle auch am Menschen verursachen,” erklärt Jokisch.

Die meisten Unfälle passieren beim Sturz vom Pferd. Einige finden aber auch schon im Stall bei der Pflege oder im Umgang statt – beispielsweise durch einen Tritt oder Biss.  

” In der Beratung ist es wichtig, individuell auf die Situation des Kunden, ob Berufs- oder Freizeitreiter, Reitbeteiligung oder Pferdebesitzer, einzugehen.“ Daniel Jokisch

Die passende Versicherung für jeden Reiter

Gerade bei Reitern, für die ihr Sport meist mehr als nur ein Sport, ein Beruf oder ein Hobby ist, ist es wichtig, sich ausreichend abzusichern. In Anbetracht der unberechenbaren Risiken dieses Sports kann eine Risikolebensversicherung eine sinnvolle Absicherung für den Kunden sein. Die DELA prüft jeden Antrag individuell.

 

Titelbild: © Azaliya (Elya Vatel) /Adobe Stock

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