Das war die DKM 2020: „Ich finde es super, dass wir das gemacht haben!“

Eine Plattform, vier Tage, über 19.000 Teilnahmen: Das war die digital persönliche Branchenpremiere, die DKM 2020. Nachdem im Zuge der Corona-Krise überall in Deutschland Veranstaltungen ins Wasser fielen, suchte die Versicherungsbranche eine Alternative und fand sie im World Wide Web (wir berichteten). Walter Capellmann, Generalbevollmächtigter der DELA in Deutschland, wirft einen Blick zurück.

Redaktion: Herr Capellmann, was sind Ihre Eindrücke von der digitalen DKM 2020?

Walter Capellmann: Ich finde es super, dass wir das gemacht haben. Die Besucherzahlen zeigen, dass der Bedarf nach einer digitalen DKM da war. Trotz Corona haben wir versucht, das Beste aus dieser Situation zu machen.

„2021 werden wir wieder eine DKM in Dortmund haben.“

Redaktion: Nehmen wir kurz an, das Event findet auch im Jahr 2021 digital statt. Wie wäre Ihre Meinung dazu?

Walter Capellmann: Ich gehe davon aus, dass wir im Jahr 2021 wieder eine DKM in Dortmund haben werden, die auch das persönliche Gespräch wieder ermöglicht. Das ist mit einer der wichtigsten Punkte der DKM.

Redaktion: Wie sieht es mit einem hybriden Modell aus? Könnten Sie sich das auch vorstellen?
DKM 2020 Walter Capellmann
Walter Capellmann

Walter Capellmann: Wir sind große Fans von hybriden Modellen. Aktuell aber aufgrund der Tatsache, dass viele Städte in den neuen Lockdown gehen, schwierig zu realisieren. Locations sagen ab, Hotels haben geschlossen – sollte Corona also nächstes Jahr in diesem Ausmaß immer noch ein Thema sein, sehe ich für eine hybride DKM eher schwarz.

Redaktion: Gibt es etwas, was Sie hätten verändern wollen? Und wenn ja, was?

Walter Capellmann: Es gab ein paar Punkte, die Verbesserungspotenzial hätten, auch von Veranstalterseite.

Redaktion: Zum Beispiel?

Walter Capellmann: Die genutzte Plattform müsste optimiert werden. Auch ein Briefing der verschiedenen Funktionen und digitalen Wege hätte gutgetan. Es war ein sehr interaktives Interface, das aber einigen Rechnern mehr abverlangt hat als sie geben konnten. Das Ergebnis waren etwa stockende Bildschirme. Aber natürlich lag nicht alles am Veranstalter. Einige technische Ausfälle kann man einfach nicht verhindern, und wie wir wissen, ist Deutschland ja so eine Art digitale Diaspora. Sicher gibt es auch bei uns Verbesserungspotenzial – etwa, was die Ankündigungen angeht, aber einen Großteil muss die bbg leisten, damit die DKM auch für die Makler da draußen attraktiver wird.

„Wir haben von den Vermittlern viel Feedback bekommen.“

Redaktion: Welches Feedback haben Sie bisher von den Vermittlern erhalten?

Walter Capellmann: Aus Sicht vieler Makler war die Plattform ein bisschen unübersichtlich, sodass sie nicht immer wussten, wie sie zur Veranstaltung A oder zum Kongress B navigieren konnten. Ansonsten sind wir als DELA sehr gut durch die DKM gekommen. Wir hatten 600 Besucher an unserem digitalen Stand, dazu 140 Besucher im Livestream. Die haben auch viel Feedback gegeben, das war absolut in Ordnung so. Was ich ein wenig schade finde ist, dass wir bei der Nachbearbeitung nicht mehr auf die Daten der Stand-Besucher zurückgreifen können. Auf der normalen DKM lässt man eben seine Visitenkarte da, doch hier gab es so etwas nicht. Das heißt, wir hatten zwar all diese Besucher am Stand, können diese aber weder kontaktieren noch sonst etwas.

Redaktion: Was hat Sie an der digitalen DKM am meisten beeindruckt?

Walter Capellmann: Auf jeden Fall die Geschwindigkeit, mit der das alles aufgebaut wurde, das war echt beeindruckend. Auch dass sich recht viele Versicherer beteiligt haben und den Weg mitgegangen sind.

Stichwort hybride Veranstaltungen: Im Oktober veranstaltete die DELA die erste „Feierabendrunde“, ein teils digitales und teils physisch stattfindendes Event. In Kürze finden Interessierte hier einen Nachbericht.

Titelbild & Beitragsbild: © Dela

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